Aufklärungsbedarf



Jugendliche sind überfordert


Wenn ein Elternteil an einer Depression erkrankt, wirkt sich das sehr stark auf das Familienleben aus. Viele Jugendliche sind mit dieser Situation überfordert. Es besteht ein dringender Aufklärungsbedarf und der Betreuung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen muss viel mehr Beachtung geschenkt werden. Familie und Angehörige müssen in die Therapie miteinbezogen werden.

Tabuthema Depression


Eine Depression kann jeden Menschen in jedem Alter treffen. In der Schweiz leiden ca. 20 % der Bevölkerung einmal in ihrem Leben an einer Depression. Die Dunkelziffer der Erkrankungsfälle ist relativ gross. Die Suizidrade liegt trotz guter Behandlungsmöglichkeiten bei etwa 15 %. Auch viele junge Menschen sind von Depressionen geplagt. Hinzu kommt die zunehmende Belastung in der Arbeitswelt, welche vermehrt zu Burnout führt. Es wäre sinnvoll, die Jugendlichen schon früh auf die möglichen Auswirkungen aufmerksam zu machen. Sie wären so bereits auf die Konfrontation mit einer Depression vorbereitet. Sie wüssten Bescheid, wie sie sich verhalten müssen, wo sie Hilfe bekommen und dass auch Bücher und Ratgeber zum Thema erhältlich sind.


Fakten und Zahlen


Häufigkeit psychischer Krankheiten in der Schweiz


  • 48 % also fast jede zweite Person leidet einmal in ihrem Leben an einer psychischen Erkrankung (am häufigsten: Angststörungen und affektive Störungen, bes. Depression)
  • jeder Fünfte leidet an Depressionen
(Quelle: Werner Alfred Selo Stiftung 2014)

Anzahl der minderjährigen Kinder von psychisch kranken Eltern


Deutschland: ca. 2,6 Millionen
Zürich: 4056 (geschätzt)
Winterthur: 700
(2013)
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Offen darüber sprechen


Die Depression ist ein grosses Tabuthema unserer Gesellschaft. Die Menschen wissen zu wenig Bescheid über die Krankheit. Dies führt auch zu Vorurteilen und Abneigung gegenüber den Betroffenen. Eine depressive Person kostet es enorm viel Kraft, die Krankheit zu verstecken. Durch die Aufklärung der Bevölkerung muss erreicht werden, dass Betroffene und Angehörige in der Zukunft offen über die Depression sprechen können. Ihnen könnte viel Leid erspart und die Prävention und Früherkennung verbessert werden.