Lösungsansätze




Aufklärung an den Schulen


Mein Ratgeber beantwortet viele Fragen. Bald wurde mir jedoch bewusst, dass die Existenz von Ratgebern allein nicht ausreichen würde. Die Jugendlichen müssten bereits in den Schulen aufgeklärt werden.


Ideen zur Realisierung


Sofern Lehrpersonen und Schüler sich für das Thema interessieren, könnte die Lehrperson die Schüler während 2 Lektionen über die Depression informieren, Fragen beantworten und informatives Unterrichtsmaterial abgeben. Vielleicht könnten mein Ratgeber oder andere Broschüren als Unterstützung oder Ergänzung dienen.
Man könnte das Thema aber auch ausweiten und einen Orientierungsmorgen/-tag zum Thema „Psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft“ veranstaltet.

So stellte ich meine Idee dem Volksschulamt des Kantons Zürich vor, Schüler bereits in der Oberstufe oder Mittelschule über psychische Krankheiten aufzuklären. Im Lehrplan für die Volksschulen des Kantons Zürich ist das Thema „psychosoziale Gesundheit“ integriert.
Man machte mich jedoch darauf aufmerksam, dass ein solches Projekt nur dann unterstützt werden könnte, wenn es von öffentlicher Seite her kommt oder sehr breit abgestützt ist. Dies liess meine Hoffnung, etwas bewirken zu können, vorübergehend schwinden.

Deshalb freut es mich sehr, dass die Aufklärung an Schulen, durch das Projekt von Frau Franca Weibel, neu Verein Trialog & AntiStigma Schweiz, bereits erfolgreich existiert. Über längere Zeit wirkte ich als betroffene Angehörige an diesen Schulbesuchen mit. Momentan bleibt mir aufgrund meines Logopädiestudiums leider zuwenig Zeit.
Die Jugendlichen ab dem Oberstufenalter begegnen Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen. Sie erhalten dabei Einblick in eine psychische Erkrankung und deren Folgen und Bedeutung für Betroffene und deren Umfeld. Ich persönlich finde es sehr vorteilhaft, dass die Besuche jeweils klassenweise stattfinden. So haben alle Schüler die Möglichkeit zur Diskussion und können Fragen stellen. Dieses hervorragende Projekt überzeugt mich sehr und bestärkt meine Ansicht über die enorme Wichtigkeit der Aufklärungsarbeit. Denn es dient nicht nur zur Aufklärung, sondern trägt wesentlich zur Prävention und Früherkennung bei. Durch die Begegnung und die Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen lernen die Jugendlichen auf eindrückliche Weise, dass man offen über Depression und Burnout sprechen kann. Vorurteile werden abgebaut und psychische Krankheiten bleiben nicht länger ein Tabuthema.

Ich werde mich weiterhin für die Aufklärung einsetzen und hoffe, durch die Unterstützung von öffentlicher Seite, Politik, geeigneten Institutionen und Fachpersonen, meinem Ziel wieder einen Schritt näher zu kommen.